Katholisches kirchliches Arbeitsrecht geändert – Kein automatisches Aus mehr für Geschiedene

Im Mai 2015 schreibt katholisches kirchliches Arbeitsrecht Geschichte.

Obwohl die Änderungen im kirchlichen Arbeitsrecht in der Öffentlichkeit nur wenig Beachtung fanden, sind die von der Bischofskonferenz beschlossenen Änderungen sehr bedeutend und fast schon revolutionär. So gilt der „kirchenrechtlich unzulässige Abschluss einer Zivilehe“ (die Kirche erkennt Scheidungen nicht an) nur noch als Kündigungsgrund, „wenn dieser objektiv geeignet ist, ein erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft oder im beruflichen Wirkungskreis zu erregen“. Die bisherige Grundordnung kannte diese Einschränkung nicht.

Zwar gibt es die Reformen insbesondere im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Angestellten, die in eingetragenen Lebenspartnerschaften leben, aber auch die Gewerkschaften sollen- als Reaktion das Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2012 (BAG 1 AZR 179/11) – mehr Mitsprache bei der Aushandlung der Arbeitsbedingungen erhalten.

Das in diesem Artikel verwendete Foto stammt von Moritz Dittmar. Herzlichen Dank!